Wir können viele Filmkategorien aufzählen. Trotz der verschiedenen Kategorien sind die Grundzüge der Produktion bei allen gleich. Anders verhält es sich bei einem Dokumentarfilm. Es handelt sich um eine besondere Art von Film. Natürlich erfordert ein Dokumentarfilm, wie jeder andere Film auch, eine gute Vorbereitung und Organisation, dann die Dreharbeiten und schließlich den Schnitt. Damit ein Dokumentarfilm jedoch ein Dokumentarfilm bleibt, müssen bestimmte Regeln eingehalten werden, die einen Film als Dokumentarfilm definieren. In erster Linie zeigen Dokumentarfilme einen Ausschnitt der realen, tatsächlichen Wirklichkeit. Im Gegensatz zu anderen Filmen darf er nicht vom Regisseur beeinflusst werden. Wie wir wissen, spielt der Regisseur eine sehr wichtige, ja entscheidende Rolle bei der Produktion eines jeden Films. Bei einem Dokumentarfilm ist seine Rolle jedoch sehr beschnitten. Schließlich soll es sich um ein Stück der realen Welt, um Probleme, authentische Bilder, Geschichten und Fakten handeln. Hier ist der Drehbuchautor das Leben und die Zeit. Wo ist also die Grenze der Möglichkeiten des Regisseurs? Was kann er sich leisten? Inwieweit kann er den Kameramann und die Figuren lenken? Wie stark kann er Situationen provozieren, so dass es immer noch ein Dokumentarfilm ist?