Eine Sensibilisierungskampagne ist eine Reihe geplanter, gut organisierter öffentlicher Aktivitäten, die für einen bestimmten Zeitraum geplant sind und sich an eine bestimmte Zielgruppe richten. Das Ergebnis ist die Sensibilisierung der Menschen für ein bestimmtes Problem. Sie soll die Aufmerksamkeit auf ein bestehendes oder neu auftretendes Problem lenken, das oft bagatellisiert und unter den Teppich gekehrt wird.
Die größte Errungenschaft und Hoffnung einer jeden sozialen Kampagne besteht darin, die Wahrnehmung und das Denken über ein soziales Problem zu verändern. Vor allem aber geht es darum, die Einstellung zu diesem Problem tatsächlich zu ändern und zu versuchen, es zu lösen. Der häufigste Ansatz bei der Planung und Durchführung einer Kampagne ist die Verwendung von Werbetechniken und -instrumente. Natürlich sollten wir die Begriffe Werbung/Soziale Kampagne und Werbung/Kommerzielle Kampagne nicht verwechseln oder austauschbar verwenden.
- Werbung / Werbekampagne.
Der gewünschte Grad der Veränderung ist sehr gering. Es handelt sich in der Regel um eine Verhaltensänderung, die der Hersteller bei den Verbrauchern herbeiführen möchte, wie z. B. den Wechsel der Automarke oder den Wechsel der Marke des Lieblingsschinkens. Die Werbebotschaft hat einen angenehmen Charakter. Das Produkt muss sogar mit Vergnügen und angenehmen Gefühlen in Verbindung gebracht werden. Die kommerzielle Werbung zeigt, dass der Nutzen des Kaufs eines beworbenen Produkts oder einer Dienstleistung sofort eintritt: Du kaufst und du hast! Hauptziel der Werbung ist es, die Sympathie und das Vertrauen von möglichst vielen Kunden zu gewinnen. Und damit - den Absatz zu steigern. Die meist hohen Budgets ermöglichen Werbekampagnen im großen Stil. Schließlich wird das Budget als eine Investition betrachtet, die sich durch einen erhöhten Absatz der beworbenen Artikel auszahlen wird.
- Werbung/Soziale Kampagne.
Im Gegensatz zur kommerziellen Werbung sind die Botschaft und der angenommene Grad der Veränderung nach einer sozialen Kampagne sehr tiefgreifend. Soziale Werbung ist vor allem auf die Aufgabe oder Ausgliederung bestimmter Verhaltensweisen zugunsten anderer, sozialer Sensibilität, ausgerichtet und konzentriert. Die Kampagne ist oft schockierend, unangenehm oder sogar abstoßend. Das Thema selbst ist meist schwer, schwierig. Es geht um Dinge, über die man nicht reden, nicht nachdenken, die man lieber verdrängen möchte (z. B. häusliche Gewalt). Die Vorteile sozialer Kampagnen sind in der Regel zeitlich verzögert, sie sind eine Zukunftsperspektive (z. B. wenn Sie mit dem Trinken aufhören, werden sich die Veränderungen an Ihrer Leber mit der Zeit umkehren). Kampagnenmacher sind Aktivisten, sensibel und reaktionsfreudig, sie wollen einen sozialen Wandel herbeiführen, sie wollen anderen helfen. Die Budgets für einzelne Werbespots oder ganze soziale Kampagnen sind jedoch viel niedriger als bei kommerziellen Aktivitäten. Oft handelt es sich um gemeinnützige Aktivitäten.
Wie eine soziale Kampagne erstellt wird.
1. Umfrage
Kampagnenentwickler sollten die Kampagne im Detail besprechen und planen. Zunächst müssen mehrere Fragen zum Thema der Kampagne beantwortet werden. Lohnt es sich, die Kampagne durchzuführen? Zu welchem Zweck? Ist das Thema relevant? Welche Ergebnisse wollen wir mit der Kampagne erreichen?
2. Vorbereitung
In dieser Phase ist es sehr wichtig, die endgültigen Ziele der Kampagne konkret zu definieren. Vor allem muss auch das Publikum bestimmt werden, d. h. wer unsere Zielgruppe ist. Dies ist sehr wichtig, da wir auf der Grundlage dieses Leitfadens die stilistischen und technischen Mittel oder das Vokabular auswählen werden. In dieser Arbeitsphase sollten auch ein Kampagnenslogan und eine detaillierte Planung spezifischer Aktivitäten festgelegt werden.
3. schaffung
Jetzt ist es an der Zeit, ein ordentliches Drehbuch zu schreiben, das Set, die Drehorte, die Schauspieler oder die Personen, die auftreten sollen, zu organisieren. Wenn alle organisatorischen Dinge geklärt sind, ist es an der Zeit, den Sozialfilm oder die Filmreihe zu produzieren. Später dann Postproduktion, Bild- und Tonbearbeitung.
4 Emission
Der fertige Film kann in den Verwertungskanälen eingesetzt werden: Fernsehen, Website, soziale Medien, LED-Plakatwände. Manchmal werden parallel zum Film auch andere Materialien erstellt, um die soziale Kampagne zu fördern - Flugblätter, Slogans auf der Straße, Ankündigungen im Radio.
Im Studio Simple Frame haben wir mehrere Filme für soziale Kampagnen erstellt. Jeder von ihnen lenkte die Aufmerksamkeit der Menschen auf ein anderes soziales Problem, regte sie zum Nachdenken an und veranlasste sie zum Nachdenken. Die größte Herausforderung bei solchen Produktionen ist eine starke Darstellung bestimmter Gefühle. Ein aussagekräftiges, unmissverständliches Bild, eine Botschaft. Oft sind es starke, unangenehme Emotionen. Aber genau das ist beabsichtigt und gewollt. Indem wir einen emotionalen Schock ausdrücken, indem wir extrem schlechte Situationen zeigen, wollen wir die Aufmerksamkeit der Menschen erregen. Soziale Projekte zeigen und vermitteln ein echtes Gefühl, sie theoretisieren nicht über ein Problem. Es sind Filme, die eine starke Wirkung haben. Und genau das ist ihre Prämisse.
Weil die Suppe zu salzig war.
Bislang gab es eine Reihe polnischer Kampagnen, die in der Öffentlichkeit großen Eindruck gemacht haben und die nicht ignoriert werden konnten.
Die bekannteste ist sicherlich die Kampagne über das sehr schwierige, aber leider nicht seltene Phänomen der häuslichen Gewalt. Das Schlagwort der Kampagne hat sich von Anfang an durchgesetzt und ist zu einem umgangssprachlichen Slogan geworden. Obwohl die Produktion im Jahr 1997 stattfand, wird das Projekt noch heute von allen assoziiert.
- Name der Kampagne: "Stoppt häusliche Gewalt".
- Produktionsjahr 1997
- Träger der Kampagne ist der gesamtpolnische Notdienst für Opfer von Gewalt in der Familie "Blue Line".
- Wahlkampfslogan: "Weil die Suppe zu salzig war".